Effizient bauen - kreativ wohnen

Unter diesem Motto steht der proKlima-Jahresbericht 2017. Denn die Verdichtung der Städte sucht nach Lösungen und proKlima fördert neues und klimaschonendes Wohnen in der Stadt. Wer an die Zukunft denkt, setzt auch auf Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und neue Mobilitätskonzepte.

Hannover, 16. März 2018

Der enercity-Fonds proKlima ermöglicht hier neue Wege: Im Juni 2017 haben die proKlima-Gremien beschlossen, dass enercity seine Einzahlung für drei Jahre reduziert und einer E-Mobilitäts-Offensive zur Verfügung stellt. Die Mittel werden - mit Bundesfördermitteln erhöht - für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur in den proKlima-Kommunen eingesetzt. Aber auch weiterhin wird der proKlima-Fonds sich dafür einsetzen, dass der Bauboom energieeffizient verläuft. Er ist Grund für die hohe Nachfrage in den Programmen: Neubau-Wohnen und Nichtwohngebäude.

Matthias Wohlfahrt, kommissarischer Leiter der proKlima-Geschäftsstelle sagt: „Ich kenne als Vater von zwei Kindern die Situation von jungen Familien in der Stadt sehr gut. Wir schätzen die kurzen Wege und das vielfältige Angebot der Stadt. Wir erleben aber auch, dass das Wohnen teurer geworden ist. Das proKlima-Angebot hilft, dass die zweite Miete gering bleibt und der Klimaschutz nicht zu kurz kommt. Viele junge Familien wollen nicht nur günstig wohnen, sondern haben gerade einen Blick für die Zukunft ihrer Kinder.“

Der Fokus liegt auf sozialem und verdichtetem, kostengünstigem Wohnen in der Stadt - insbesondere mit Blick auf neue Formen des Zusammenlebens wie etwa Mehrgenerationenhäuser. Dies spiegelt sich in den Antragszahlen wider: 45 Passivhaus-Wohngebäude mit 436 Passivhaus-Wohneinheiten wurden gefördert (Vorjahr 2016: 68 Gebäude mit 228 Wohneinheiten). Der Passivhaustandard ist wirtschaftlich und klimaschonend zugleich. Nach der Punktlandung mit 2,8 Millionen Euro bewilligter Fördermittel fokussieren wir uns im Jahr 2018 weiter auf die Wärmewende und die dafür erforderlichen Innovationen. Der Passivhausstandard ist bundesweit, sogar weltweit eine anerkannte Basistechnologie für wirtschaftliches und energieeffizientes Bauen. Jetzt geht es darum die Erneuerbaren Energien sinnvoll und angebotsgesteuert einzubinden, um eine Plus-Energie-Bilanz angemessen zu erreichen.

Im Jahr 2017 haben wir wieder über 2.000 Maßnahmenanfragen mit einer Förderzusage unterstützt. Das Interesse insbesondere seitens der Bürgerinnen und Bürger der Kommunen ist groß. Bis Ende 2017 hat der enercity-Fonds insgesamt über 31.000 Maßnahmen in der Breitenförderung sowie rund 790 Einzelförderungen begleitet. Über 64 Millionen Euro Fördermittel wurden bewilligt und mehr als 1,4 Mio. Tonnen CO2 vermieden. Dabei profitieren auch die Kommunen und die lokale Wirtschaft.