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Internat LandesSportBund, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Beschreibung

Der LandesSportBund Niedersachsen (LSB) ist Dachverband von 9640 Sportvereinen und 57 Landesfachverbänden in Niedersachsen mit mehr als 2,8 Mio. Mitgliedern. Eine sozial gerechte, dauerhaft umweltverträgliche und wirtschaftlich nachhaltige Sport- und Vereinsentwicklung im Sinne der Agenda 21 ist im Leitbild des LSB fest verankert.

1998 wurde in Hannover ein Sportinternat mit zunächst 12 Plätzen errichtet, in dem Anfang 2008 bereits 32 Kinder und Jugendliche in Vollzeit und 40 Kinder und Jugendliche nachmittags in Teilzeit betreut wurden. Direkt benachbart liegt die Akademie des Sports als zentrale Lehrstätte der Sportverbände. Da die Kapazitäten des bestehenden Sportinternats nicht mehr ausreichten, wurde ein neues Sportinternat mit Dreifeld-Sporthalle errichtet. Der dreigeschossige Baukörper folgt mit der Fassade des Internats dem Schwung des Lodemannweges. Die zum Hof orientierte Dreifeld-Sporthalle ist dagegen halb eingegraben und bietet auf Ihrem Dach einen zusätzlichen Freizeit- und Sportbereich für die Schüler.

Die Beteiligten

Bauherr:

LandesSportBund Niedersachsen e.V.

Entwurf:

Architekten BDA Schumann + Reichert, Hannover

TGA-Planung, Passivhaus-Konzept, Förderanträge, Monitoring:

Architektur- und TGA-Büro Grobe Passivhaus, Hannover

Gebäudedaten

Gebäudetyp:

Sportinternat und Dreifeld-Sporthalle

Standort:

Hannover

Baujahr:

2009 - 2010

Nutzeinheiten:

75 Voll- und 60 Teilzeitplätze, sowie 12 Plätze für Erwachsene Sportler - als Erweiterung des bestehenden Sportinternats

beheizte Nutzfläche:

6.636 m²

Fördermittel:

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
KfW-Förderbank
proKlima
Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung
Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)

Gebäudehülle

Aussenwand:

26-30 cm Wärmedämm-Verbundsystem aus Mineralwolle-Lamellen, U-Wert=0,13 W/(m²K)

Fenster:

Holzfenster sowie Pfosten-Riegel-Elemente mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung, U-Wert 0,78 W/(m²K)

Dach:

Betonkonstruktion mit im Mittel 35 cm Gefälledämmung aus Mineralschaumplatten, U-Wert=0,13 W/(m²K)

Bodenplatte:

30 cm Dämmschicht aus Schaumglasschotter unter der Bodenplatte sowie 12 cm Trittschalldämmung auf der Bodenplatte, U-Wert=0,18 W/(m²K)

Lichtkonzept:

Einsatz von Oberlichtern und Tageslichtröhren zur Optimierung der Tageslichtnutzung

Gebäudetechnik

Lüftung:

hocheffiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Erdwärmeübertrager zur Vorwärmung bzw. -kühlung

Heizung:

Wärmebereitstellung durch einen Fernwärmeanschluss sowie eine 46 m² Solarwärmeanlage. Die Wärmeverteilung erfolgt im EG über die Lüftungsanlage und zusätzliche Heizkörper, im 1. OG Luftheizung bei gemeinsamer Zulufttemperatur ohne Einzelraumregelung, im 2. OG wurden zusätzlich zur Luftheizung Nachheizregister in den Bewohnerzimmern eingebaut.

Kühlung:

Im Sommer wird die Außenluft im Erdwärmeübertrager vorgekühlt. Die Verlegung der Zuluftkanäle in den massiven Betondecken sorgt für eine Abpufferung von Temperaturlastspitzen.

Gemessene Kennwerte

Luftdichtheit:

n50= 0,14 h-1

Gerechnete Kennwerte

Rechenmethode: Passivhaus-Projektierung

Heizwärmebedarf:

13 kWh/(m²a)

Endenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

Fernwärme

26 kWh/(m²a)

Strom

35 kWh/(m²a)

Energieerzeugung:

PV-Anlage Strom

ca. 40.000 kWh/(a)

Primärenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

102 kWh/(m²a)

86 kWh/(m²a) inklusive Gutschrift Stromerzeugung

CO2-Emissionen für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

24 kg/(m²a)

19 kg/(m²a) inklusive Gutschrift Stromerzeugung