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Kindertagesstätte, Ricklinger Straße 39, 30449 Hannover

Beschreibung

In Folge des geplanten Neubaus der Klinikum Region Hannover GmbH auf dem Gelände des Siloah Krankenhauses musste die noch auf dem Baugelände stehende stark sanierungsbedürftige „Kita Stadionbrücke“ abgerissen und an anderer Stelle neu errichtet werden. Die neue Kindertagesstätte entstand als Fünf-Gruppen-Einrichtung in Kooperation zwischen der Landeshauptstadt Hannover und der Klinikum Region Hannover GmbH mit einer der Nutzung entsprechenden Kostenverteilung von 60 % zu 40 %. Das Grundstück in Linden-Süd befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Hochbunker aus den 40er Jahren, der stadtteiltypischen Gründerzeitbebauung und der Humboldtschule, einem modernen gegliederten Schulbau aus den 60er Jahren.

Das zweigeschossige Gebäude bildet mit seinen großflächig verglasten Fassaden einen nach Osten und Süden geöffneten Winkel und umschließt hierdurch zweiseitig einen gepflasterten Hof mit Spielmöglichkeiten vor allem für die Krabbelkinder. Dieser Spielhof wird durch einzelne freistehende Wandscheiben und einen die Ecke bildenden Spielturm gefasst und öffnet sich zu dem südöstlich anschließenden Grüngürtel mit Geräten und Ballspielmöglichkeiten für die Kindergarten- und Hortkinder.
Um dem Baukörper einen nach Außen abschirmenden Charakter zu verleihen, ist seine Hülle nach Norden und Westen weitestgehend geschlossen gehalten.
Der Eingangs- und Erschließungsbereich befindet sich leicht auffindbar an der Nordwestecke, dem Vorplatz zugewandt.
Das Gebäude hat schwellenfreie Zugänge zu den Freiflächen, sämtliche Räume des Erdgeschosses und über den Aufzug des Obergeschosses sind barrierefrei erreichbar. Ein behindertengerechtes WC liegt im Erdgeschoss.
Der Flügel zur Ricklinger Straße mit den beiden Krabbelgruppen (EG) und den beiden Kindergartengruppen (OG) ergänzt die umgebende Bebauung.
Der Flügel mit Mehrzweckraum, Küche und Essbereich (EG) sowie Hortgruppe (OG) schirmt als nördlicher Abschluss den wesentlichen Spielbereich der Außenanlagen zum Bunker hin ab.
Die Hauptaufenthaltsbereiche (Mehrzweckraum, Gruppenräume, Ess- und Spielbereich) sind grundsätzlich dem Spielhof zugewandt. Büros, Küchen, Sanitär-, Technik- und Abstellräume sind an den nördlichen und westlichen Außenseiten beider Gebäudeflügel angeordnet.

Die Beteiligten

Bauherr:

Fachbereich Gebäudemanagement in
Kooperation mit der Klinikum Region
Hannover GmbH

Projekt-steuerung:

Fachbereich Gebäudemanagement mit

SPM Stein Projektmanagement

Planung und Bauleitung Hochbau:

vorrink wagner architekten bda

Planung und Bauleitung Gebäudetechnik:

Ingenieurbüro Wolf + Weiskopf GmbH
Döring Beratende Ingenieure GmbH

Energieberatung:

Krämer-Evers Bauphysik, Osnabrück

Gebäudedaten

Gebäudetyp:

Fünf-Gruppen-Kindertagesstätte

Baujahr:

2008-2009

Nutzfläche:

640 m²   

Fördermittel:

proKlima

Gebäudehülle

Aussenwand:

17,5 cm Kalksandsteinmauerwerk mit vorgehängter Holzkonstruktion und 28 cm Mineralwolledämmung, farbige Faserzementbekleidung
U-Wert = 0,15 W/(m²K)

Fenster:

Holz-Aluminiumfenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung

U-Wert = 0,7 W/(m²K) mit Berücksichtigung Einbau

Dach:

10° geneigtes Pultdach als Holzkonstruktion mit insgesamt 36 cm Mineralwolledämmung
U-Wert = 0,11 W/(m²K)

Decke:

gegen Außenluft nach unten, Eingangsbereich: Stahlbetondecke mit 35 cm unterseitiger Polystyrol-Dämmung, oberseitig Gußasphalt auf Trittschalldämmung
U-Wert = 0,09 W/(m²K)

Bodenplatte:

Betonplatte mit 40 cm unterseitiger Dämmung aus Schaumglasschotter, oberseitig Estrich auf insgesamt 8,5 cm Dämmung
U-Wert = 0,15 W/(m²K)

Gebäudetechnik

Lüftung:

Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Wärmebereitstellungsgrad=78 %

Heizung:

Die Restwärme wird über einen Anschluss an das enercity-Fernwärmenetz bereitgestellt.

Kühlung:

keine aktive Kühlung vorhanden
Zur Gewährleistung der sommerlichen Behaglichkeit wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:
  • massive Bauweise zur Zwischenspeicherung sommerlicher Wärmeeinträge
  • außenliegender Sonnenschutz, gesteuert über Wind- und Sonnenwächter

Gemessene Kennwerte

Luftdichtheit:

n50=0,6 h-1

Gerechnete Kennwerte

Rechenmethode: Passivhaus-Projektierung

Heizwärmebedarf:

15 kWh/(m²a)

Primärenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

90 kWh/(m²a)