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Auf dem Hollen, Hannover

Beschreibung

Das Mehrfamilienhaus in der für die 1950er Jahre typischen Bauweise befand sich in einem gepflegten Zustand. Allerdings fehlte dem Gebäude nach heutigen Gesichtspunkten jegliche Wärmdämmung. Wärmeverluste gab es auch bei den alten Holzfenstern mit Isolierverglasung, die einen U-Wert von 2,8 W/(m²K) hatten. Beheizt wurden die Wohnungen mit dezentralen Gas-Kombithermen. Entsprechend hoch lagen die Energieverbräuche mit jährlich rund 160 kWh pro m² Wohnfläche.

Optisch aufgefrischt und in energetischer Hinsicht optimiert zeigt sich das Gebäude nach der Modernisierung. Es entspricht jetzt dem Standard eines sehr guten Niedrigenergiehauses: Die Außenwände und das Dach wurden mit einer 20 cm dicken Wärmedämmung versehen, die Kellerdecke mit 6 cm starkem Dämmmaterial isoliert. Hochwertige Passivhausfenster als Holz-Aluminium-Verbundsystem, zentrale Fernwärme und eine Komfortlüftungsanlage für jede Wohnung mit Wärmerückgewinnung werten das fast 50-jährige Gebäude auf zu einem zukunftsfähigen Haus mit hohem Wohnkomfort bei geringem Energieverbrauch.

Die Beteiligten

Bauherr:

Gundlach GmbH & Co. Wohnungsunternehmen, Hannover

Planung:

Architekturbüro pk nord, Hannover, GMW Ingenieurbüro GmbH, Hannover (Haustechnik)

Gebäudedaten

Gebäudetyp:

Mehrfamilienhaus

Standort:

Hannover-Vahrenwald

Baujahr:

1957

Modernisierung:

Juni bis Dezember 2004

Wohneinheiten:

20

Beheizte Wohnfläche:

1391 m²

Fördermittel:

KfW, proKlima

Ausgangszustand

Aussenwand:

beidseitig geputzte Wand aus Hochlochziegeln, U-Wert = 1,53 W/(m²K)   

Fenster:

alte Holzfenster mit Isolierverglasung, U-Wert = 2,8 W/(m²K)

Dach:

oberste Geschossdecke aus Stahlbeton, einseitig verputzt, U-Wert = 2,46 W/(m²K)

Kellerdecke:

Stahlbetondecke mit Estrich und Linoleumbelag, U-Wert = 2,06 W/(m²K)

Lüftung:

Fensterlüftung sowie über altbautypische Fugen und Ritzen

Heizung:

wohnungsweise Gas-Kombithermen für Heizung und Warmwasserbereitung

Die Modernisierung im Detail

Aussenwand:

Dämmung der massiven Außenwand mit 20 cm Wärmedämmungverbundsystem, Qualität 0,035 W/(mK), U-Wert = 0,16 W/(m²K)

Fenster:

Passivhausfenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung und Rahmen als Holz-Aluminium-Verbundsystem, U-Wert = 0,8 W/(m²K)

Dach:

Dämmung der Decke zum Dachgeschoss mit 20 cm von oben, Qualität 0,035 W/(mK), U-Wert = 0,16 W/(m²K)

Kellerdecke:

Dämmung der Stahlbetondecke von unten mit 6 cm, Qualität 0,035 W/(mK), U-Wert = 0,45 W/(m²K)

Lüftung:

wohnungszentrale Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

Heizung:

zentrale Fernwärmeübergabestation im Keller von Haus 25, in den einzelnen Wohnung Übergabestation mit Wärmetauschern für Raumwärme und Warmwasser

Kühlung:

keine aktive Kühlung vorhanden

Gemessene Kennwerte

Luftdichtheit:

Haus 21

n50=1,7 h-1

(Nachbesserung ist erfolgt)

Haus 23

 n50=0,6 h-1

 

Haus 25

n50=1,0 h-1

 

Gerechnete Kennwerte

Rechenmethode: Passivhaus-Projektierung

Vorher-Werte: Gebäudetypologie Hannover

Heizwärmebedarf:

VORHER

120 kWh/(m²a)

NACHHER

 35 kWh/(m²a)

EINSPARUNG

 71 %

Endenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

VORHER
Gas

180 kWh/(m²a)

Strom

 17 kWh/(m²a)

NACHHER
Fernwärme

70 kWh/(m²a)

Strom

 23 kWh/(m²a)

Primärenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

VORHER

246 kWh/(m²a)

NACHHER

 88 kWh/(m²a)

EINSPARUNG

 64 %

CO2-Emissionen für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

VORHER

 55 kg/(m²a)

NACHHER

 20 kg/(m²a)

EINSPARUNG

 64 %