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Röttgerstrasse, Hannover

Beschreibung

Die energetische Modernisierung des Gebäudes mit hocheffizienten Passivhaus-Komponenten ist so konsequent umgesetzt, dass der Passivhaus-Standard mit einem Heizwärmebedarf von nur noch 15 kWh/(m²a) erreicht wurde. Die Hüllflächen sind sehr gut gedämmt und die Wärmebrücken so weit wie möglich minimiert. Für Wohnkomfort sorgen hochwertige Passivhaus-Fenster. Jede Wohnung ist mit einer eigenen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Beheizung der Wohnräume erfolgt über die Zuluft. Auf das alte und für den neuen Energiestandard ohnehin drastisch überdimensionierte Heizverteilsystem kann nun verzichtet werden. Lediglich die Badezimmer besitzen aus Komfortgründen noch einen kleinen Handtuchheizkörper.

Die Beteiligten

Bauherrin:

Ostland Wohnungsgenossenschaft e. G.

Planung:

lindener baukontor, Dipl.-Ing. Architekten, Susanne Gräser und Gerd Nord

Gebäudedaten

Gebäudetyp:

Mehrfamilienhaus

Standort:

Hannover-Linden

Baujahr:

1950

Modernisierung:

2006-2007

Wohneinheiten:

10

Beheizte Wohnfläche:

839 m²

Fördermittel:

dena-Modellprojekt, proKlima

Ausgangszustand

Aussenwand:

ungedämmte gemauerte Außenwände, im Bereich des Giebels, 6 cm Wärmedämmung vorhanden

Fenster:

teilweise neuere Kunststofffenster mit Isolierverglasung, zum Teil auch Einfachverglasung

Dach:

ungedämmtes Sparrendach, U-Wert ? 3,3 W/(m²K)

Kellerdecke:

ungedämmte Betondecke, U-Wert ? 2,2 W/(m²K)

Lüftung:

Fensterlüftung sowie über altbautypische Fugen und Ritzen

Heizung:

gemeinsamer Fernwärmeanschluss mit Nachbargebäude zur Raumheizung, dezentrale Warmwasserbereitung mit Gas- und Elektro-Durchlauferhitzern

Die Modernisierung im Detail

Aussenwand:

30 cm Wärmedämmverbundsystem, Qualität 0,032 W/(mK), U-Wert = 0,11 W/(m²K)

Fenster:

neue Passivhaus-Fenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung im Kunststoffrahmen und Glasabstandhalter aus Kunststoff, U-Wert = 0,8 W/(m²K)

Dach:

Schrägdach: neuer Dachstuhl in Stegträger-Holztafelbauweise mit 30 cm Dämmung der Qualität 0,035 W/(mK), U-Wert = 0,13 W/(m²K) Dachterrasse: 5–15 cm Gefälledämmung, Qualität 0,035 W/(mK), sowie 15 cm Basisdämmung, Qualität 0,030 W/(mK), U-Wert = 0,14 W/(m²K)

Kellerdecke:

12 cm Wärmedämmung, Qualität 0,035 W/(mK), U-Wert = 0,19 W/(m²K)

Lüftung:

je Wohnung eine Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Nachheizregister an Fernwärme angeschlossen

Heizung:

Heizung und Warmwasserbereitung über Fernwärme, Wärmeverteilung über die Lüftungsanlagen und Badheizkörper

Kühlung:

keine aktive Kühlung vorhanden

Gemessene Kennwerte

Luftdichtheit:

n50= 0,59 h-1

 

Gerechnete Kennwerte

Rechenmethode: Passivhaus-Projektierung

Vorher-Werte: Gebäudetypologie Hannover

Heizwärmebedarf:

VORHER

180 kWh/(m²a)

NACHHER

 15 kWh/(m²a)

EINSPARUNG

 92 %

Endenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

VORHER
Fernwärme

212 kWh/(m²a)

Gas

  14 kWh/(m²a)

Strom

 26 kWh/(m²a)

NACHHER
Fernwärme

  38 kWh/(m²a)

Strom

  21 kWh/(m²a)

Primärenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

VORHER

167 kWh/(m²a)

NACHHER

 70 kWh/(m²a)

EINSPARUNG

 58 %

CO2-Emmisionen für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Strom:

VORHER

 38 kg/(m²a)

NACHHER

 16 kg/(m²a)

EINSPARUNG

 58 %