proKlima erweitert das Fördergebiet

proKlima stellt die Weichen für die Zukunft: Mit einem neuen Partnerschaftsvertrag und Finanzierungsmodell wird der seit 1998 bewährte Klimaschutzfonds fortgeführt und weiterentwickelt. Ab 1. Januar 2027 gehört auch Garbsen zum Fördergebiet.
Gesellschafter von proKlima mit Logos der Gesellschaften

Hannover, 30. Oktober 2026

Ab dem neuen Jahr profitieren auch die Menschen in Garbsen von den Förderangeboten des enercity-Fonds proKlima. Mit rund 64.000 Einwohner:innen ist Garbsen die zweitgrößte Stadt im proKlima-Fördergebiet, zu dem bisher die Städte Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze zählen. Somit profitieren ab 2027 mehr als 800.000 Menschen in der Region von der öffentlich-privat getragenen Förderung.

Der seit 1998 tätige Klimaschutzfonds fördert insbesondere die Energie- und Bauwende im Gebäudesektor, beispielsweise durch den Einsatz erneuerbare Energieerzeugungsanlagen oder der Verbesserung der Energieeffizienz. Aktuell verzeichnet der Fonds innerhalb seines Gesamtförderangebots eine besonders hohe Nachfrage nach Förderungen für Wärmepumpen und Solarstromanlagen. Bis Ende 2025 bilanzierte proKlima rund 38.700 bewilligte und ausgezahlte Förderanträge, 80 Millionen Euro bereitgestellte Fördermittel und zahlreiche umgesetzte Projekte, die jährlich insgesamt 2,46 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

„Mit proKlima erleben wir eine einzigartige öffentlich-private Partnerschaft, die nicht nur dem Klima nützt. Die Fördermittel von proKlima haben mindestens das Zehnfache an privatem Kapital für die Umsetzung der bewilligten Projekte aktiviert. Das ist ein Erfolgsmodell für die Menschen, die lokale Wirtschaft und den Klimaschutz“, sagt Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. 

Neues Finanzierungsmodell sichert die zukünftige proKlima-Arbeit 

In der Sitzung am Freitagnachmittag, 30 Oktober 2026, begrüßten die proKlima-Gesellschafter Garbsen als siebte Stadt im Fördergebiet. „Mit dem Beitritt zu proKlima schaffen wir für die Menschen in Garbsen ganz konkrete Möglichkeiten, in den Klimaschutz zu investieren. Ob Wärmepumpe, Solaranlage oder energetische Sanierung: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine können künftig von zusätzlichen Förderangeboten profitieren. Gleichzeitig stärken wir das regionale Handwerk und die Energiewende vor Ort. Dass die möglichen Fördermittel die kommunalen Beiträge deutlich übersteigen können, macht die Partnerschaft auch für Garbsen zu einem wichtigen Baustein für eine zukunftsfähige Stadt“, sagt Garbsens Bürgermeister Claudio Provenzano und fügt hinzu: „Wir freuen uns, die proKlima-Erfolgsgeschichte künftig mitschreiben zu können“. 

Zugleich bekräftigten die proKlima-Gesellschafter ihr gemeinsames Engagement für den Klimaschutz sowie für die Fortführung und Weiterentwicklung des enercity-Fonds proKlima. Der überarbeitete Partnerschaftsvertrag basiert auf einem neuen Finanzierungsmodell: Künftig orientieren sich die Einzahlungen der Partnerstädte stärker an ihren Bevölkerungszahlen; die Einzahlungen von enercity sind zukünftig ebenfalls an die Bevölkerungszahlen und an die wirtschaftliche Gesamtentwicklung von enercity gekoppelt. 

„Mit dem neuen Partnerschaftsvertrag stabilisieren wir die Finanzierung. So ist die erfolgreiche Arbeit des Klimaschutzfonds auch in Zukunft gesichert. Gemeinsam unterstützen wir damit die Partnerstädte und ihre mehr als 800.000 Einwohner:innen bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele und bringen die Energie- und Wärmewende vor Ort voran“, sagt Eefje Pompen, Vorständin der enercity AG. 

Förderfonds dient den kommunalen Klimaschutzzielen 

„proKlima unterstützt mit vollem Engagement die Klimaschutzziele der beteiligten Kommunen und fördert die Energie- und Wärmewende im Gebäudebestand mit finanziellen Zuschüssen“, sagt Matthias Wohlfahrt, Leiter der Geschäftsstelle. Gefördert werden unter anderem neue Wärmepumpen, Anschlüsse an Nah- und Fernwärmenetze, Solaranlagen sowie die Modernisierung der Gebäudehülle durch Dämmung und Fenstertausch. Darüber hinaus unterstützt proKlima Veranstaltungen zum Klimaschutz und zur Wissensvermittlung über die Energie- und Wärmewende in Schulen, Kitas sowie kulturellen und gemeinnützigen Einrichtungen. 

 

Über proKlima – Der enercity-Fonds  

Der enercity-Fonds proKlima wurde im Juni 1998 als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (proKlima GbR) gegründet und ist bis heute in dieser Form europaweit einzigartig. Finanziert wird proKlima von den Städten Hannover, Hemmingen, Garbsen (ab 1. Januar 2027), Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze, die zusammen das proKlima-Fördergebiet bilden, sowie von der enercity Netz GmbH. Ideell mitgetragen wird proKlima von der Handwerkskammer Hannover, der Verbraucherzentrale Niedersachsen e. V., der Bürgerinitiative Umweltschutz e. V. und dem Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) e. V. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach festgelegten Kriterien. Ausschlaggebend sind die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen. Mit Know-how und Zuschüssen unterstützt der enercity-Fonds proKlima vor allem die Einsparung von Heizenergie und Strom sowie den Ausbau der fossilfreien und erneuerbaren Energieversorgung von Gebäuden. Dazu wird jährlich ein Breitenförderprogramm aufgelegt; zudem entscheiden die Gremien zweimal im Jahr über Sonderförderungen.