Energiesparen im Haushalt - Elektrische Warmwasserbereitung

Warmes Wasser allzeit verfügbar zu haben, ist ein Grundbedürfnis. Besonders beim Baden, Duschen und Händewaschen wird viel warmes Wasser benötigt. In vielen Haushalten wird es mit einem elektrischen Durchlauferhitzer oder Kleinspeicher bereitgestellt. Das kann schnell teuer werden - je nachdem, wie bewusst man mit Warmwasser umgeht.

Was kostet das Warmwasser?

Im Mittel verbraucht ein 3-Personen-Haushalt 100 Liter erhitztes Wasser am Tag. Wird das Wasser elektrisch erhitzt, muss man mit einem Stromverbrauch von 3,5 Kilowattstunden am Tag rechnen. Das bedeutet Jahreskosten von circa 500 EUR für Strom, bei einem Strompreis von ungefähr 40 Cent pro Kilowattstunde. Dazu kommen circa 180 EUR für Wasser.

Insgesamt geht etwa ein Drittel des Haushalt-Stromverbrauchs auf das Konto der elektrischen Warmwasserbereitung. Der größte Anteil entfällt auf das Duschen und Baden.

Je nach Zahl der Personen im Haushalt, Art der Bereitstellung und Intensität der Nutzung kann der Verbrauch sehr unterschiedlich ausfallen. Nicht nur als Eigentümer sondern auch als Mieter kann man durch kleine Sparmaßnahmen bereits eine große Wirkung erzielen.

Allgemeine Tipps

Durch bewusstes Verhalten große Wirkung erzielen

• Duschzeit verringern.
• Kräftig sparen beim Duschen statt Baden. Die Energie- und Wasserkosten eines Vollbads sind circa 3-mal höher als die eines Duschvorgangs.
• Mit kaltem Wasser Hände waschen und Obst putzen. Den Hebel des Einhebel-Mischers auf „kalt" stellen.

Einhebel-Mischer einsetzen

Bei einem Einhebel-Mischer müssen Sie die gewünschte Temperatur nicht jeweils neu einregulieren. Dadurch sparen Sie gegenüber Zwei- Griff-Armaturen Zeit und dadurch Energie und Wasser.

 

Weniger Wasser an Zapfstellen in Bad und Küche

An Zapfstellen in Bad und Küche: 

Mit einem Spar-Strahlregler (Perlator) können Sie den Wasserdurchsatz ohne Komfortverlust verringern. Er mischt einfach Luft in den Strahl. Tauschen Sie dazu den alten Aufsatz gegen einen sparsamen Regler aus. Der Durchsatz liegt hier bei
4 - 6 statt 8 - 12 Litern pro Minute.

Durchflussmenge bestimmen
Lassen Sie eine Minute lang Wasser in der gewohnten Strahlstärke in ein geeignetes Gefäß (z.B. Messbecher oder Eimer) laufen und lesen den Verbrauch ab oder wiegen es aus.

Beachten Sie: Spar-Einsätze und -Duschen funktionieren oft nicht bei hydraulischen Durchlauferhitzern. Sie benötigen einen Mindest-Wasserdurchsatz.
Bei drucklosen Kleinspeichern dürfen keine Perlatoren verwendet werden, da diese beschädigt werden können.
Lassen Sie sich im Fachhandel beraten!

Weniger Wasser beim Duschen

Am Duschkopf: 

Spar-Duschköpfe optimieren den Wasserstrahl in dem sie Luft untermischen. Sie benötigen bei gleichem Komfort deutlich weniger Wasser. Ihr Durchsatz liegt bei 6 - 8 statt 10 - 14 Litern die Minute. Entsprechend groß ist der Einsparung.

Durchflussmenge bestimmen
Lassen Sie eine Minute lang Wasser in der gewohnten Strahlstärke in ein geeignetes Gefäß (z.B. Messbecher oder Eimer) laufen und lesen den Verbrauch ab oder wiegen es aus.

Beachten Sie: Spar-Einsätze und -Duschen funktionieren oft nicht bei hydraulischen Durchlauferhitzern. Sie benötigen einen Mindest-Wasserdurchsatz.
Bei drucklosen Kleinspeichern dürfen keine Perlatoren verwendet werden, da diese beschädigt werden können.
Lassen Sie sich im Fachhandel beraten!

Dezentrale Warmwasser-Bereitung

Hier erfolgt die Bereitstellung des Warmwassers jeweils in unmittelbarer Nähe zu den einzelnen Zapfstellen. Am häufigsten anzutreffen sind dabei Durchlauferhitzer und Kleinspeicher (meistens 5 Liter Volumen unter dem Waschbecken oder unter der Spüle).

Bei Durchlauferhitzern wird das Wasser erst bei Bedarf erhitzt. Es gibt drei Arten von Durchlauferhitzern: wenig effiziente hydraulische, elektronische und effiziente vollelektronische Geräte.

Kleinspeicher halten das heiße Wasser auf der eingestellten Temperatur. Durch die Wärmeverluste des Kleinspeichers muss ständig nachgeheizt werden.

Tipps für Durchlauferhitzer

Hydraulische Durchlauferhitzer: Man erkennt sie am klickenden Einschaltgeräusch. Sie haben meist 2 Einstellstufen für die Temperatur. Probieren Sie, ob die Wunschtemperatur auch mit der kleineren Stufe erreicht wird.
Elektronische Durchlauferhitzer: Sie sind stufenlos regelbar. Die Temperatur lässt sich gradgenau einstellen. Allerdings sollte die Temperatur am Gerät nicht höher eingestellt werden als nötig (z.B. 40 Grad). So muss kein kaltes Wasser zugemischt werden.
Vollelektronische Durchlauferhitzer: Ihr Vorteil: sie liefern immer die gewünschte Temperatur, weil sie die Durchflussmenge anpassen.

Tipps für Kleinspeicher

• Begrenzen Sie die Wassertemperatur auf den gewünschten Wert. So muss weniger nachgeheizt werden.
• Belassen Sie den Speicher nicht im Dauerbetrieb, sondern schalten ihn nach der Benutzung aus. Für mehr Komfort installieren Sie einen Thermo-Stopp oder eine Zeitschaltuhr, die den Speicher nach dem Aufheizen automatisch abschalten.
• Als Alternative bietet es sich an, den Speicher durch einen Mini-Durchlauferhitzer zu ersetzen. Hierbei wird das Wasser nur erhitzt, wenn man es wirklich braucht. Zum Händewaschen reicht diese Lösung völlig aus.

Empfehlung
Ersetzen Sie ihr altes hydraulisches durch ein neues vollelektronisches Modell. Die Einsparung liegt bei ungefähr 20 Prozent.

Zentrale Warmwasser-Bereitung

Hier wird das Warmwasser an einer zentralen Stelle in Haus oder Wohnung bereitet und gespeichert. Das geschieht häufig zusammen mit der Heizung, die meist in Verbindung mit Gas oder Heizöl betrieben wird.

Empfehlung:
Bei einem zentralen System ist es relativ einfach möglich regenerative Energiequellen einzubinden. Falls eine Sanierung ansteht, lassen Sie sich vorher neutral bei proKlima beraten oder Sie nutzen die Solar-Checks in der Region Hannover und finden heraus, wie sie bei Ihrem Haus profitieren können.

Mit kleinen Maßnahmen können Sie aber schon kurzfristig die Kosten für das Warmwasser begrenzen:

• begrenzen Sie die Durchflussmenge an den Zapfstellen mit Perlatoren oder Sparduschen.
• begrenzen Sie die Temperatur des Warmwassers. Reduzieren Sie die Speichertemperatur auf den tatsächlichen Bedarf, ruhig auch deutlich unter 50°C. Viele Geräte bieten eine Legionellen-Schutz-Funktion, bei der z.B. einmal wöchentlich der Speicher auf über 60°C erhitzt wird.
• schalten Sie die Zirkulationspumpe für das Warmwasser zumindest zeitweise aus. Nutzen Sie dazu entsprechend Ihrem Tagesbedarf eine Zeitschaltuhr.
• sorgen Sie für eine lückenlose Dämmung der Rohrleitungen.
• nachträgliche Speicherdämmung: Nach Rücksprache mit dem Fachhandwerker könnte eine zusätzliche Dämmschicht allseitig angebracht werden.