Start des Förderjahrs 2018 - die Wärmewende im Fokus

Mit Jahresbeginn gelten die Förderrichtlinien 2018 des enercity-Fonds proKlima. Viele der bewährten Förderbausteine aus dem Vorjahr bestehen fort. Neu ist, dass die Förderung von Passivhäusern mit Erneuerbarer Energieversorgung verknüpft wird. Modernisierer werden stärker belohnt, wenn sie hocheffizient komplett-modernisieren, Wärmepumpen mit erneuerbarem Strom einsetzen oder nachhaltige Dämmstoffe verwenden.

Hannover, 28. Dezember 2017

proKlima setzt weiterhin den Schwerpunkt auf das hocheffiziente und wirksame Modernisieren. Hochenergieeffiziente Modernisierung reduzieren nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern auch deutlich die Energiekosten. Komplett-Modernisierungen, die einen hocheffizienten Standard (EnerPHit*) erreichen, erhalten einen attraktiven Bonus. Mit den Förderungen belohnt proKlima auch den Einsatz nachhaltiger Dämmstoffe und fördert ab 2018 mit deutlich erhöhten Fördersätzen nur noch nachhaltige Dämmstoffe mit natureplus-Siegel(**).

Mit erneuerbarem Strom betriebene Wärmepumpen bringen die Sektorkopplung von Strom- und Wärmeerzeugung voran. Sie sind ein praktikabler Ansatz im modernisierten Baubestand die Wärmeversorgung klimaschonender zu leisten. Hier setzt auch die veränderte Förderung des hydraulischen Abgleichs von Heizanlagen an, die nunmehr verstärkt auf Niedertemperatursysteme zielt.

Ebenso zeigt die veränderte proKlima-Neubau-Förderung ab 2018, dass die Energieeffizienz die Voraussetzung ist, um Erneuerbare Energien sinnvoll einzubinden. Die Passivhaus-Förderung wird um eine Förderstufe mit Anforderungen an Erneuerbare bzw. Solare Energieversorgung ergänzt.

Die Expertenberatungen durch die proKlima-Stromlotsen stehen auch 2018 wie gewohnt zur Verfügung. Denn Stromeffizienz ist gerade bei zunehmendem Ausbau von E-Mobilität und verstärktem Einsatz von Wärmepumpen ein wichtiger Schlüssel zur Energiewende. Jeder einzelne Bürger kann hier dezentral zum Gelingen beitragen und dabei auch noch Kosten sparen.

Zur Förderung dieser Schwerpunkte und Sonderprojekte stehen im enercity-Fonds proKlima für das Jahr 2018 rund 1,8 Mio. Euro zur Verfügung. Seit seiner Gründung 1998 bis Ende 2017 hat der enercity-Fonds über 31.000 Maßnahmen in der Breitenförderung sowie rund 790 Einzelförderungen begleitet. Seitdem wurden über 64 Millionen Euro Fördermittel bewilligt und mehr als 1,4 Mio. t CO2 vermieden.

Detaillierte Informationen zu den Förderangeboten von proKlima und Konditionen gibt es ab 1. Januar 2018 unter http://www.proklima-hannover.de/foerderung/proklima/

Telefonische und persönliche Beratung erhalten Sie ab 3. Januar 2018 in der Geschäftsstelle von proKlima unter der Telefonnummer 0511/430-1970, nach Absprache im enercity-KundenCenter am Kröpcke oder vom 31. Januar bis 4. Februar 2018 auch auf der B.I.G. auf dem Messegelände Hannover.

 

Anmerkung (*):

Der EnerPHit-Standard beschreibt einen hocheffizienten energetischen Modernisierungsstandard und wurde durch das Passivhaus Institut entwickelt. Altbauten können zwar mit Passivhaus-Komponenten hocheffizient energetisch modernisiert werden, es verbleibenden aber meisten Wärmebrücken, die das Erreichen des Passivhaus-Neubau-Standards nicht zulassen. Der EnerPhit-Standard nutzt die Passivhaustechnologie als Basis, lässt aber u.a. einen höheren Heizwärmebedarf zu als bei den Neubauten. (www.passiv.de)

 

Anmerkung (**):

Das natureplus®-Gütesiegel kennzeichnet Produkte für das Nachhaltiges Bauen. Das Qualitätszeichen bietet den Baubeteiligten, insbesondere den Bauherren, eine Orientierungshilfe und Information zum Einsatz von Baustoffen hinsichtlich Wohngesundheit, Nachhaltigkeit und Klimaschutz (www.natureplus.org).