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Klimaschutz einfach machen - proKlima-Förderprogramm 2020 startet

Diskussionen über das Klimapaket, Klimaschutzgesetz oder den „Klimanotstand“ prägen unsere Zeit. Die Proteste der FridaysForFuture-Bewegung erzeugen hohe Aufmerksamkeit. Unter dem Motto 2020 „Klimaschutz einfach machen“ unterstützt der enercity-Fonds proKlima Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen bei ihren konkreten Beiträgen zum Klimaschutz. Die Breitenförderprogramme für 2020 sind neu aufgelegt.

Hannover, 27. Dezember 2019

Für das Jahr 2020 haben die proKlima-Gremien den kommenden Jahreshaushalt und das Breitenförderprogramm mit einem Budget von rund 1,4 Millionen Euro beschlossen. „Der proKlima-Fonds unterstützt seit über 20 Jahren das Klimaschutz-Engagement in den beteiligten Partnerstädten. Klimaschutz, Wärme- und Mobilitätswende lassen sich so gemeinsam mit den Bürgern voranbringen", sagt Philipp Kreisz, Vorsitzender des proKlima-Kuratoriums und Ratsherr der Landeshauptstadt. „Die neuesten Erkenntnisse der Klimaforschung zeigen, dass die CO2-Minderung durch proKlima noch nie so wichtig war wie heute."

Gemessen an seiner Wirkung gehört der 1998 gegründete Klimaschutzfonds zu den kostengünstigen CO2-Vermeidungsmaßnahmen. „Wir haben über 20 Jahre gerechnet rund 60 Euro pro vermiedene Tonne CO2 investiert", sagt der Leiter der proKlima-Geschäftsstelle Matthias Wohlfahrt. Die durch die Förderung der im Jahr 2019 angeregten Maßnahmen werden voraussichtlich mehr als 25.000 Tonnen CO2 im Lebenszyklus der Maßnahmen eingespart. Das entspricht rechnerisch rund 175 Milliarden Google-Suchanfragen oder drei Milliarden Stunden Netflix gucken bei aktuellem Bundesstrommix.

Neuerungen im Breitenförderprogramm

Bei Wohnneubauten hat proKlima seine „Nachhaltigkeitsprinzipien" als neuen Anreiz weiter ausgebaut. „Denn im Gebäudebereich wird nicht nur Energie für Heizung und Strom aufgewendet. Auch die Herstellung und Entsorgung von Baumaterialien hat Einfluss auf die CO2-Bilanz im Lebenszyklus eines Gebäudes", erläutert Dr. Frank-Peter Ahlers von der Handwerkskammer und Vorsitzender des proKlima-Beirats.

Die neue Förderung gilt für „nachhaltige" Bauweise (maximal 10.000 Euro Zuschuss). Die Höhe der Fördersumme orientiert sich an einem Punktesystem. Punkte gibt es unter anderem für CO2-bindende Holzkonstruktionen, ressourcenschonende Dämmstoffe, kleine Wohnflächen, Flächenrecycling oder Umnutzungsflexibilität.

Dem Ausbau der Solarenergie dient die deutliche Erhöhung der Fördersätze für PV-Lotsen, insbesondere für die Expertenberatung zu Statik, Steuer- und Rechtsfragen (bis zu 1.500 Euro Zuschuss).

Bei der Modernisierung von Wohngebäuden folgt ein erhöhter Fördersatz für Holzfenster gemäß der proKlima-Nachhaltigkeitsstrategie. Im Bereich der Heizungstechnik hat proKlima die Fördersätze für Wärmepumpen verdoppelt, da so zunehmend erneuerbar erzeugter Strom zum Einsatz kommen kann und die Umrüstung von u.a. Ölheizungen angereizt werden soll (bis zu 3.000 Euro Zuschuss).

Veränderte Zuschüsse für hydraulischen Abgleich sollen den Austausch von Heizkörpern begünstigen, damit sie auf klimaschonendem Niedertemperaturniveau betrieben werden können (zusätzlicher Austausch bis zu drei Heizkörpern, je 150 Euro Zuschuss).

Details zu den neuen Förder-Richtlinien: www.proklima-hannover.de/foerderung